Mitten im Herzen der französischen Hauptstadt wurde in den vergangenen zwei Jahren die nationale Zentralbank restauriert und renoviert. Die Gebäude entstanden in unterschiedlichen Architekturepochen und unterliegen dem Denkmalschutz. Für die elegante Gestaltung der heutigen Postbankzentrale wählten die Architekten von Chaix & Morel American Hard Maple. Diese nachhaltige amerikanische Laubholzart prägt das Auditorium, einen Besprechungsraum sowie die zentrale Rolltreppe. Während der Umgestaltung wurden ebenfalls neue Bauwerke errichtet.
Am 16. Februar 2011 bezogen die Behörden die Räume – nach einer Bauzeit von mehr als 30 Monaten und einer Investitionssumme von 73 Millionen Euro. Die neuen Gebäude unter Einbeziehung von bereits vorhandenen Bauten in ein harmonisches Ganzes zu integrieren, war eine besondere Herausforderung für die Architekten von Chaix & Morel. Eine weitere Besonderheit bei diesem umfangreichen Projekt bestand darin, die verschiedenen Ebenen der einzelnen Häuser miteinander zu verbinden. Den Architekten gelang es, die ursprünglichen Gebäudehöhen zu erhalten – sogar bei denjenigen, die um 1950 entstanden sind. Um zu vermeiden, dass Kabel und Kanäle für das Heizungssystem in den Decken verlegt werden, was zu deren Absenkung geführt hätte, wurden Strahlplatten integriert.
Anspruchsvolles Renovierungsprojekt in denkmalgeschützter Umgebung
1886 erwarb der französische Staat das insgesamt 23.600 Quadratmeter große Gebiet, um die nationale Zentralbank – Vorgängerin der neuen Postbankzentrale – zu errichten. Schon im Jahre 1732 entstand das frühere Herrenhaus des französischen Militärs Choiseul-Praslin, welches nach der sorgfältigen Renovierung und Neugestaltung nun als prestigeträchtiger Veranstaltungsort dient. Die Bauwerke der ehemaligen nationalen Zentralbank wurden 1886 fertiggestellt. Jetzt beherbergen deren obere Stockwerke den Hauptsitz der Postbankzentrale. Erdgeschoß und Keller sind nun für die neue Postverteilerstätte eingerichtet. Die übrigen Gebäude in dem restaurierten Bereich der Pariser Innenstadt entstanden zwischen 1950 und 1970.
Das Projekt erforderte sorgfältige Planung, wie Architekt Aurélie de Sèze erklärt: „Eine unserer größten Herausforderungen war es, die verschiedenen Phasen der Restaurierungsarbeiten derart aufeinander abzustimmen, dass das Tagesgeschäft nicht beeinträchtigt wurde. So waren zum Beispiel das Hauptpostamt und die Postverteilerstätte noch im Betrieb, als wir mit den Arbeiten an anderer Stelle begannen.“
Auf Wunsch des Auftraggebers Poste Immo ist der Haupteingang der Postbankzentrale jetzt von der rue de Sèvres zu erreichen. So durchqueren Besucher den früheren Innenhof des Herrenhauses von Choiseul-Praslin, der mit einem Glasdach überspannt ist, und betreten das Gebäude auf einer innen und außen komplett renovierten Seite. Durch die neue 2.500 Quadratmeter doppeltverglaste und belüftende Fassade konnte die Originalgröße des Bauwerkes erhalten bleiben. Sein Abriss und Neuaufbau hätte gegen lokale Bauvorschriften verstoßen – durch die Restaurierung finden sich außerdem die vertikalen Linien der umstehenden Bauten weiterhin wieder. Um Spiegelungen zu vermeiden, wurde auf die äußere Schicht des Glases das Siebdruckverfahren angewendet. Durch den großzügigen Lichteinfall ist der Eingangsbereich hell und freundlich. Die Doppelverglasung erfüllt die hohen gesetzlichen Bestimmungen zur Energieeffizienz.
Ästhetisches Design mit American Hard Maple
Im Keller der Postverwaltung ist der ehemalige Parkbereich der LKW zu einem eleganten Auditorium geworden. Hier finden jetzt 200 Besucher Platz. American Hard Maple prägt die Inneneinrichtung des Raumes: Sowohl für Sitze als auch Wandverkleidung, die eine wichtige Rolle für die Akustik spielt, wählten die Architekten die nachhaltige amerikanische Lauholzart. Im Zusammenspiel mit dem Beleuchtungssystem und der Form des Auditoriums kommt die warme, helle Wirkung von American Hard Maple besonders gut zur Geltung und verleiht eine klassische Atmosphäre.
Das Obergeschoß führt zu einem erhobenen Innenhof sowie dem ehemaligen Hauptsitz der Nationalbank. Im obersten Stockwerk liegen die Büros der Top-Manager und ein Restaurant. Außerdem gestalteten die Architekten von Chaix & Morel hier einen eleganten Besprechungsraum, der unter einem Dachvorsprung liegt. Auch in diesem lichtdurchfluteten Raum sorgt American Hard Maple für eine elegante Atmosphäre. Philippe Chain, einer der Gründungsväter der Stiftung zum Erhalt der Gebäude, zeigt sich begeistert von der amerikanischen Laubholzart: „Ich schätze American Hard Maple sehr. Im Vergleich zu anderen Hölzern ist es wesentlich weniger anfällig für Farbveränderungen durch Tageslicht.“ Die elegante Wirkung der mit American Hard Maple verkleideten Wände wird durch Zierleisten aus Aluminium und Holz verstärkt. Auch im Untergeschoß spielt American Hard Maple eine wichtige Rolle: Das amerikanische Laubholz bekleidet die Seitenwände der zentralen Rolltreppe. Da auf dem Dach aus Gründen des Denkmalschutzes keine Anlagen zur Belüftung installiert werden durften, errichteten die Architekten eine große, aus Holz gestaltete Dachterrasse – mit beeindruckendem Blick über Paris.
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